Betrachtet man die Ökonomie eines Staates, informiert man sich über das Wirtschaftsgeschehen desselben. Die Wirtschaft ist ein sehr komplexes Gebiet. Schließlich leben wir in den Zeiten der Globalisierung. Das bedeutet, dass ein Land sich nicht selbst mit allen benötigten Gütern versorgt, sondern einen regen Im- und Export betreibt. Es handelt also mit anderen Ländern.
Wie erfolgreich es dies tut, hängt vor allen Dingen von der Wirtschaft im Land selbst ab. Deutschland etwa ist eine Wirtschaftsmacht. Hierzulande werden Waren produziert, die in vielen Ländern der Erde begehrt sind. Dementsprechend ist Deutschland finanzkräftig und kann wiederum Waren einführen, die im eigenen Land gebraucht werden. Zudem ist Deutschland in der Lage, einiges für den persönlichen Bedarf im Lande zu produzieren.
Im krassen Gegensatz dazu stehen andere Länder, die wirtschaftlich rückständig sind. Sie haben sich oft der Landwirtschaft verschrieben und sind dadurch abhängig vom Wetter. Kommt es zur Dürre, können sie nichts exportieren. Meist reicht es noch nicht einmal aus, sich selbst zu versorgen. Dann ist die Ökonomie völlig aus dem Gleichgewicht.
Was kann man tun für eine weltliche Ökonomie im Gleichgewicht?
In der Gegenwart ist es so, dass die wirtschaftlich starken Länder den wirtschaftlich schwächeren Ländern Hilfe gewähren. Das geschieht einerseits durch Finanzspritzen, anderseits durch aktiven Einsatz vor Ort. Man spricht von Entwicklungshilfe, wie sie uns aus vielen Ländern Afrikas bekannt ist. Da werden Brunnen angelegt, damit die Menschen sauberes Trinkwasser haben und sich selbst, ihr Vieh und ihre Felder versorgen können oder es werden Schulen errichtet, um den Bildungsgrad der Bevölkerung zu erhöhen. Hauptsächlich geht es um Hilfe zur Selbsthilfe. Die Menschen in den armen Ländern bekommen Wissen und Technik an die Hand, die sie selbst nutzen können, um sich sozusagen aus ihrer Misere zu befreien.
Sicher wird es kaum machbar sein, dass sich alle Länder der Welt irgendwann ökonomisch auf eine Stufe stellen können, aber zuerst einmal soll es ärmeren Ländern ermöglicht werden, eine eigene Wirtschaft zu errichten. Was später daraus wird, bleibt abzuwarten. Es ist eher unwahrscheinlich, dass jemals ein völliges Gleichgewicht der Ökonomie in allen Ländern erreicht wird. Man muss auch davon ausgehen, dass dies nicht erwünscht ist. Es kann nicht sein, dass alle Länder gleichrangig sind. Das wiederum würde die globale Wirtschaft aus dem Gleichgewicht bringen.
Was ist also dann das Ziel der Entwicklungshilfe?
Vorrangig geht es darum, Ländern durch Entwicklungshilfe überhaupt ein Mitwirken in der globalen Wirtschaft zu gewährleisten und die Ökonomie im Land auf eine positive Bilanz zu bringen. Die Länder selbst sind vorrangig daran interessiert, die Bedürfnisse der Bevölkerung aus eigener Kraft zu stillen. Dabei stehen allerdings ganz andere Wünsche im Vordergrund. Hier geht es um Grundbedürfnisse wie ausreichend Essen und sauberes Trinkwasser. Durch die Hilfe von anderen Ländern wird die Möglichkeit eingeräumt, selbst für eine Befriedigung dieser Bedürfnisse zu sorgen. Ist dies geschafft, ergibt sich anderes von selbst. Allein durch die Verteilung von Naturschätzen und den unterschiedlichen Klimazonen auf der Welt wird es immer ärmere und reichere Länder geben. Mit der Globalisierung entwickelt sich die Ökonomie ebenfalls immer mehr zu einer globalen Angelegenheit. Das hat Vor- und Nachteile.
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