Die ganze Welt betreibt regen Handel, jedoch herrscht nicht in jedem Land die gleiche Form der Marktwirtschaft. Grundsätzlich gibt es drei Arten derselben: Es sind die soziale, sozialistische und freie Marktwirtschaft. In manchen Belangen unterscheiden sie sich, in anderen wiederum ist Gleiches zu beobachten.
Welche Marktwirtschaft im jeweiligen Staat herrscht, ist oft eng mit der Politik verbunden. In Deutschland trifft man demzufolge auf die soziale Marktwirtschaft. Zwar entwickelt sich diese eigenständig, bewegt sich aber innerhalb der Vorgaben des Staates. Dieser legt sein Augenmerk auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt, eine gesunde Konjunktur und trifft Entscheidungen zum Wohle der Wirtschaft und der Bevölkerung in der Vermögens-, Wohnungsbau- und Bildungspolitik. Als Grundsäulen der sozialen Marktwirtschaft sind sozialistische und freie Marktwirtschaft zu betrachten. Während bei der sozialistischen Marktwirtschaft sämtliche Fäden vom Staat gezogen werden, ist der Staat bei der freien Marktwirtschaft gänzlich ohne Einfluss.
Der Charakter der freien Marktwirtschaft
Hört man, dass bei der freien Marktwirtschaft der Staat keinerlei Mitspracherecht hat, mutet diese Tatsache wie das perfekte Chaos an. Man kann bei dieser Form der Marktwirtschaft davon ausgehen, dass es Gewinner und Verlierer gibt. Das ist ähnlich den anderen beiden Formen, allerdings ist es bei der freien Marktwirtschaft extremer ausgeprägt. Hier gibt es niemanden, der ein Unternehmen in Schwierigkeiten auffängt. Als Unternehmer kann man nur durch Qualität und einen guten Preis überzeugen. Mittelmäßige Produkte haben keine Chance. Der Markt wird einzig und allein durch Angebot und Nachfrage geregelt. Sie bestimmen ebenfalls den Preis der erhältlichen Erzeugnisse. Sind Produkte nur von einem oder einigen wenigen Anbietern zu bekommen, ist der Preis hoch. Umso mehr Anbieter auf den Markt drängen, umso niedriger wird der Preis.
Die Formen der Marktwirtschaften lassen sich nicht immer klar trennen. Vielfach sind in Ländern, wo vorherrschend eine bestimmte Art der Marktwirtschaft zu finden ist, auch Züge der anderen Marktwirtschaftsformen erkennbar. Auch der Wechsel zwischen den Arten der Marktwirtschaften ist zum Beispiel im Zuge von politischen Veränderungen erkennbar. Zuerst gibt es die sozialistische Marktwirtschaft, wo alle Entscheidungen der Wirtschaft bei der Regierung liegen. Anschließend kommt die freie Marktwirtschaft und am Ende strebt man eine Demokratie an und versucht, eine soziale Marktwirtschaft aufzubauen. Eine ähnliche Entwicklung durchlebte einst Deutschland.
Wie passt die freie Marktwirtschaft in unsere Zeit?
Vielen ist die freie Marktwirtschaft ein Dorn im Auge. Diese Form der Marktwirtschaft ist nur auf Profit aus. Für soziale Aspekte bleibt kein Raum. Die Nachteile der freien Marktwirtschaft treffen Konsumenten und Unternehmer. Einerseits können sich Verbraucher zwar über niedrige Preise freuen, andererseits aber wird es Produkte geben, die sie sich nicht leisten können. Die Preisspannen sind nicht derart hoch, wie wir es aus unserer Gegenwart kennen. Zwar wird der Preiskampf bei einer großen Masse von Anbietern extrem sein, hat aber ein Anbieter das Monopol, bestimmt dieser den Preis und man muss es für diesen kaufen oder eben nicht.
Unternehmen dagegen müssen für den Markteintritt keinerlei Auflagen erfüllen. Sie müssen sich nur im direkten Vergleich mit anderen Anbietern messen. Können sie nicht mithalten, werden sie innerhalb kürzester Zeit wieder den Markt verlassen müssen. Die freie Marktwirtschaft verzeiht keine Fehler und Experimente.
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