Ständig hört man etwas von Inflation. Sie hat was mit unserem Geld zu tun. Das ist durch die Inflation irgendwie immer weniger wert. Dieses Basiswissen besitzt eigentlich jeder. Doch was ist die Inflation? Gibt es die nur bei uns in Deutschland oder ist sie in jedem Land zu finden? Und was bedeutet sie letztendlich für uns?
Die Definition der Inflation und ihre Geschichte
Ein anderes Wort für Inflation ist Geldentwertung. Die Inflation wird in Prozent angegeben. Die Messung der Inflation erfolgt durch mehrere Arten. Hierzulande liegt der Inflation häufig der Verbraucherpreisindex zugrunde. Es wird berechnet, für wie viel Geld man wie viel Waren erhält.
Die Inflation kann von der Preispolitik und der Wirtschaft beeinflusst werden, jedoch nur in einem bestimmten Maße. Ein zu heftiges Eingreifen in die freie Preisbildung führt zu Schwarzmärkten und langen Käuferschlangen. Ein Anstieg der Preise lässt sich nicht mehr vermeiden. Die Folgen können bis hin zu einer schweren Inflation reichen.
In der Geschichte der Menschheit kam es bereits einige Male zu einer solchen. Deutschland litt in den letzten Jahrhunderten zwei Mal unter einer Geldentwertung. Eine schwere Inflation war von 1914 bis 1923. Anschließend kam es noch einmal von 1939 bis 1948 zur schweren Inflation. Durch die Währungsreform wurde diese korrigiert. In Simbabwe dagegen spricht man von einer Hyper-Inflation. Hier wurde 2008 eine unglaubliche Inflationsrate von 2,79 Trillionen Prozent ausgerechnet.
Global gibt es einige Länder, die permanent eine schwere Inflation durchleben. Definiert ist die schwere Inflation als ein Wertverlust, der über 5 Prozent im Jahr liegt. Eine derartige Rate findet man in vielen Staaten. In Deutschland beträgt die Inflationsrate aktuell 2,4 Prozent. Es gibt aber auch Länder, die eine Inflationsrate mit einem Minus davor aufweisen. Das bedeutet aber nicht, dass in diesen Ländern wohlhabende Menschen leben, die Eigenversorger und demzufolge nicht auf den Import von ausländischen Waren angewiesen sind.
Was erwartet uns in der Zukunft?
Die Inflation verfolgt uns stets und ständig. Derzeit können wir in vielen Bereichen einen Anstieg der Preise verzeichnen. Demgegenüber steht allerdings der Wirtschaftssaufschwung, der laut Experten in vollem Gange ist. Durch diesen soll Deutschland bis Ende 2013 wieder seine frühere Stärke in der Wirtschaft erreichen. Ein Konjunkturaufschwung geht in der Regel mit einer höheren Kaufkraft einher. Zwar wird dadurch die Inflation nicht aufgehalten – man bekommt ja trotzdem weniger Waren für mehr Geld-, aber durch die höhere Kaufkraft wird es sich auf die Existenz des Einzelnen vorerst nicht ernsthaft auswirken.
Die Inflation ist ein äußerst komplexes Gebilde. Viele Faktoren haben auf ihre Entwicklung Einfluss. Fachleute stellen für die Zukunft daher die unterschiedlichsten Prognosen. Die Einen reden davon, dass die Inflationsrate über 10 Prozent steigen wird, die Anderen sehen positiv in die Ferne und sprechen von Wirtschaftswachstum und höheren Löhnen, die regulierend auf die Inflation einwirken. Welche Entwicklungen zutreffen werden, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle werden wir aber kaum eine derartige Inflationsrate wie die oben vorgestellten Länder erreichen. Übrigens konnte sich Japan in der Vergangenheit über eine kaum vorhandene Inflationsrate freuen. Nach den jüngsten Ereignissen bleiben hier ebenfalls die Entwicklungen abzuwarten.
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